Waldnaab

Die Waldnaab ist der linke bzw. östliche und mit 80 km der längste Quellfluss der Naab in der Oberpfalz (Bayern, Deutschland).

Zusammen mit der Waldnaab ist die Naab insgesamt 173 km lang.

Ihren Namen hat die Waldnaab zur Unterscheidung von den anderen Naabquellflüssen bekommen. Er leitet sich von den früheren großen Waldflächen des Oberpfälzer Waldes ab.

Der Fluss entspringt auf 816 m ü. NN an der deutsch-tschechischen Grenze im Oberpfälzer Wald in der Nähe des 901 m hohen Entenbühls bzw. bei dessen kleinerem Bruder, dem Naabberg (853 m ü. NN). Die Quelle, auch Kreuzbrunnen genannt, liegt im Landkreis Tirschenreuth, nahe bei Silberhütte. Aus der Quellfassung fließt das Wasser nur knapp drei Meter auf deutschem Boden, bevor es als Lesní Nába knapp einen Kilometer das westliche Böhmen berührt und schließlich, nach Nordwesten fließend, die deutsche Grenze wieder überquert und Bärnau erreicht.

Durch jahreszeitliche Schwankungen des Grundwasserspiegels und wegen des zunehmenden Zerfalls der Quellfassung kommt es immer wieder vor, dass das Wasser erst einige Meter weiter unterhalb der eigentlichen Quelle, dann allerdings schon auf tschechischer Seite, ans Tageslicht tritt. Während des Kalten Krieges war die Quelle ein stark frequentiertes Ziel für Spaziergänger, auch wegen der Nähe zur damals streng bewachten Grenze. Bei dem regional beliebten Pflücken von Heidelbeeren zwischen den Grenzpfosten wurde man nicht selten von Grenzsoldaten beider Seiten genau beobachtet.

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